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3. Kampftag LL 2017
08Okt 2017
Stefan Drinhaus 08. Okt, 2017

In Lünen platzt endlich der Knoten!

In Lünen platzt endlich der Knoten!

Dritte Landesligarunde: furioser Auswärts- Doppelsieg für Olsbergs Männermannschaft

Olsbergs Ligateam fuhr am 8. Oktober zum Auswärtskampf ins Ruhrgebiet zur Begegnung gegen den 1. JJJC Hattingen und den gastgebenden Lüner SV. Alle drei Mannschaften standen im unteren Tabellendrittel gehörig unter Druck, denn bei diesen Partien konnten im Abstiegskampf schon erste Entscheidungen fallen! Für Olsberg als Mannschaft mit der hierbei besten Ausgangslage galt das Ziel, den Punktevorsprung auf beide Kellernachbarn bestmöglich zu vergrößern. Das Personal für diese Mission war dünn, der Kodokan hatte in den mittleren drei Gewichtsklassen kaum Alternativen im Gepäck. Dafür aber waren abgesehen von Albayrak (Schwergewicht; nach OP im Aufbautraining) und Jühe (90 Kg; instabiles Knie) alle Leistungsträger fit und einsatzbereit. 

Als erste Begegnung stand Kodokan Olsberg gegen 1. JJJC Hattingen an. Schon der erste Kampf bis 73 Kg zwischen Stefan Drinhaus und dem aktuellen Vizebezirksmeister Luca Zysk hatte es in sich. Er geriet zu einem Abnutzungskampf von über 7 Minuten Länge, davon 3 Minuten Verlängerung im „Golden Score“, bei dem bis dato keiner der Kontrahenten einen Wertungsvorteil erlangen konnte. Am Ende dann verletzte sich der Hattinger während einer Wurfaktion und musste sich gegen Drinhaus im Haltegriff geschlagen geben. Auch Lukas Hamann hatte nach diesem zähen Sieg anschließend zwei Minuten lang Mühe mit seinem Gegner in der 66 Kg Klasse, konnte diesen aber letztlich mit einer Würgetechnik zur Aufgabe zwingen. Kilian Schulte geriet dann in der 81 Kg Klasse zwar unerwartet in Rückstand, aber auch ihm gelang gegen Ende der 2. Minute eine erfolgreiche Würgetechnik, die den Hattinger zur Aufgabe zwang und Olsberg 3 zu 0 in Führung brachte. Ralf Engemann lieferte sich im folgenden 90 Kg Duell einen offenen Schlagabtausch, bei dem beide Judoka jeweils zwei Wurfwertungen erzielen konnten. Leider verließen Engemann am Ende die Kräfte und der Punkt ging nach erneutem Wurf und Haltegriff durch den Hattinger verloren. Im Schwergewicht suchte Manuel Rollwagen nun vergeblich nach dem richtigen Mittel gegen seinen starken Kontrahenten, konnte sich jedoch letztlich nicht durchsetzen und unterlag zum 3 zu 2 Zwischenstand aus Sicht der Olsberger. Die Rückrunde eröffnete Stefan Drinhaus mit einem kampflosen Punkt bis 73 Kg, da Hattingen diese Klasse nicht mehr besetzen konnte. Nico Berkenkopf hatte im Anschluss bis 66 Kg bis kurz vor Ende der Kampfzeit alle Hände voll zu tun, schaffte aber trotz Rückstand noch den Sieg gegen das Hattinger Leichtgewicht, weil dieser sich zu viele Strafwertungen einhandelte. Kilian Schulte sorgte dann wieder für Klarheit bei seinem 81 Kg Kampf und stellte das Ergebnis mit einem schnellen Ippon per Hüftwurf auf ein uneinholbares 6 zu 2 für den Kodokan. Hattingen schaffte nun noch einen Ehrenpunkt aufgrund der Niederlage von Mariusz Domoradzki in der 90 Kg Klasse. Zum Schluss betrat Klaus Peter Schiffer im Schwergewicht die Matte und bezwang seinen Gegner überlegen mit Fußtechnik und Haltegriff zum 7 zu 3 Endstand.

Bitter aus Sicht der Hattinger war anschließend, dass sie die nun anstehende Begegnung gegen Gastgeber Lünen aus Personalmangel nicht angetreten werden konnte. Gleich zwei Kämpfer hatten sich im Duell gegen Olsberg verletzt und es war in den eigenen Reihen kein Ersatz mehr verfügbar. Der Vergleich wurde somit aufgrund Unterbesetzung kampflos 10 zu 0 für Lünen gewertet.

      

Olsbergs hoher Sieg beflügelte die Moral im Lager des Kodokan, der nun sehr motiviert gegen Lünen auf die Kampffläche ging. Stefan Drinhaus machte den Anfang und ging erneut über die volle Kampfzeit im 73 Kg Vergleich. Anders als gegen Hattingen standen nun aber zwei Wurfwertungen auf seiner Punktetafel, die Olsbergs Trainer den ungefährdeten Sieg einbrachten. Lukas Hamann holte für Olsberg bis 66 Kg nun den zweiten Punkt per Ippon mit einem schnellen und sehenswerten Fußwurf. Kilian Schulte machte es dann in seinem dritten Einsatz bis 81 Kg zuerst wieder spannend und geriet in Rückstand. Der Olsberger kam aber auch in diesem Kampf zurück und machte seinen dritten Punkt mit einem tollen Hüftkonter und anschließendem Haltegriff. Lünen holte anschließend seinen ersten Zähler aufgrund einer Niederlage von Ralf Engemann bis 90 Kg. Klaus Peter Schiffer zeigte sogleich Olsbergs schnelle Antwortet im Schwergewicht, indem er seinen Gegner nach nur 30 Sekunden per Würgegriff besiegte. Mit dem 4 zu 1 im Rücken und einer breiten Brust stellte sich der Kodokan auf fünf Rückrundenkämpfe gegen die Hausherren ein. Bis 73 Kg ging hierbei Stefan Drinhaus zunächst mit zwei Wazaari- Wertungen in Führung. In seiner dann insgesamt aber auch 14. Einsatzminute baute Drinhaus allmählich ab, was der bis dato unterlegene Lünener im Boden clever ausnutzte und den Olsberger mit einer Würgetechnik zur plötzlichen Aufgabe zwang. Olsbergs Mannschaft war aber an diesem Tag insgesamt nicht zu beeindrucken, denn Nico Berkenkopf schickte jetzt seinen Gegner bis 66 Kg innerhalb von nur 5 Sekunden mit einem Hüftfeger per Ippon auf den Rücken und stellte mit 5 zu 2 den alten Abstand wieder her. Mariusz Domoradzki machte dann bis 81 Kg alles klar und erhöhte unter Riesenjubel seiner Kameraden mit Ippon per Soto maki komi auf ein alles entscheidendes 6 zu 2! Ralf Engemann trat dann bis 90 Kg auf die Matte und lieferte auch hier wieder eine gute Partie. Typisch für seinen Tag geriet er bei einer eigenen guten Wurfaktion in einen Konter und anschließendem Haltegriff, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte. Es sollte einfach nicht der Tag von Olsbergs Teamcoach sein! Das letzte Los hatte dann Klaus Peter Schiffer im Schwergewicht. Schiffer unterstrich dabei in seinem dritten siegreichen Einsatz an diesem Tag nochmal seine Wichtigkeit fürs Team, siegte souverän per Halgefriff zum 7 zu 3 Endstand!

Der Knoten ist geplatzt! Ein furioser Auftritt des Kodokan, bei dem die Laune der Sauerländer die Halle des Gastgebers teilweise vereinnahmte. Olsbergs Männer lagen sich nach den Kämpfen erschöpft und erleichtert in den Armen, denn so gut und so wichtig war dieser Doppelsieg! Olsberg hat alle Chancen auf den Klassenerhalt bewahrt und wäre normalerweise schon durch, jedoch hängt in dieser Saison noch Vieles von der Entwicklung in den oberen Ligen ab. Sollten wie es derzeit aussieht aus der Verbandsliga tatsächlich drei Teams in die Landesliga Arnsberg absteigen, dann muss Olsberg für einen Ligaverbleib noch weiter punkten. Mit einer solchen Leistung aber sollte auch das beim Finale am 25.11. in Welver noch gelingen!    

Hattingen als letzter und 9. der Tabelle steht nach diesem bitteren Tag schon als erster Absteiger fest. Auch für Siegerland 2 auf Platz 8 sieht es schlecht aus. Darüber platziert sich Lünen mit schon 3 Punkten Rückstand auf den 6. Olsberg. Zwischen Platz 6 und Platz 2 liegt dann aber alles dicht beieinander, sodass auch für den aktuellen Tabellenführer Bochum am letzten Kampftag noch alles offen ist. Somit steht einem spannenden Finale im November nichts entgegen.